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  • Wendekreise – Traumfiktion, die 3.

    Wendekreise – Traumfiktion, die 3.

    Sollt ich sie nur nicht sehn, die Ungerechtigkeit 
    Seid nur fordernd zu mir, Sicherheitsabstand 
    Doch im Weg bin ich nicht, bei eurem Spiel zu zweit 
    Wer ist die Schönste im ganzen Land? 
     
    In eurem Dauerkuschelmodus seid ihr allein 
    Euer dezenter Angriff, gerichtet auf mein Sein 
    Immer mit einem Lächeln auf eurem Mund 
    Doch er sagt mir jeweils immer leider nein 
     
    Im Weg bin ich doch, alles im Liegen 
    Die Positionen bleiben streng verschwiegen 
    Was ist davon geblieben? 
    Bin ich einfach nur überblieben 
     
    Ein lästiger Störer in eurer definierten Umlaufbahn 
    Doch Landeerlaubnis kriege ich leider nicht 
    Dann flieg ich weiter meinen einsamen Wendekreis 
    Weiter, ohne Horizonte, bis ins weiße Licht 
     
    Meine Nacht-Sicht, erste Reihe fußfrei 
    Sieben Schwestern auf dem Firmament 
    Offenbaren die Neuordnung des Universums 
    Das Ende der Reise bleibt unbekannt 
     
    Wenn ihr mich fragtet, was der schönste Tod wäre 
    Ich würde sagen, Erstickung durch Selbstliebe 
    Doch ist der Mensch, das Rudeltier, dazu gemacht 
    Verhaftet zu sein in seiner Einzelhaft? 
     
    An einem feuchten Nebeltag 
    Als es nieselt aus dem Dunst 
    Kommt ihr zwei Arm in Arm 
    Unter einem Regenschirm 
     
    Den leeren Bahnhof vor euren Füßen 
    Kurz ist mir als wäre ich Teil eurer Philosophie 
    Wenn ihr mich fragtet, sie ist hoch wie nie 
    Auf der Brücke sehe ich euch verblassen 
  • Hinter mir das Licht

    Hinter mir das Licht

    Hinter mir das Licht

    Die Sonne, die untergeht

    Vor mir der Weg hinein

    Der Wald, der ruft


    Verzweifelt will ich Zuflucht nehmen

    Das Bedürfnis nach Verbindung

    Die Hoffnung auf Erlösung

    Immer weiter folge ich dem Weg


    Die Dunkelheit des Waldes

    Die Furcht vor dem Ungewissen

    Die Bedrohung des Unscheinbaren

    Es ist nichts außer Einbildung


    Kein Wald, nur Bäume

    Da, eine Weggabelung!

    Vielleicht Trennung, vielleicht Wiedervereinigung

    Eine Wendung des Schicksals oder nur Obsession?


    Einen Baum hab ich gefunden

    Einen Meister hab ich entdeckt

    Leben wächst aus ihm heraus

    Und er steht tief verwurzelt


    Plötzlich Stimmen, plötzlich Gefahr

    Das Trauma ist zurückgekehrt

    Weiter hinauf in die Deckung


    Still, leise und abwartend

    Wie ein Reh, das beobachtet

    Langsam den Weg zurück


    Plötzlich Stimmen von hinten

    Jetzt aber nichts wie raus

    Von vorne kommt auch was

    Jetzt egal, was soll passieren?


    Hinter mir die Dunkelheit

    Immer weiter eile ich hinaus

    Der Alleingang setzt sich fort


    Vor mir ist nichts mehr wie zuvor

    Der Traum ist geplatzt

    Das Licht ist verschwunden